Projektbericht Belgien

Auch die größten Projekte haben kleine Ecken und Winkel


Wenn eines der größten Anlagenteile der Welt mit dem Schiff geliefert wird und dann auf dem Landweg weitertransportiert werden soll, sorgt das nicht nur für Staunen, sondern auch für einige Straßensperren auf dem Weg. Alle Augen waren auf dieses Mammutprojekt gerichtet – für KAEFER in Benelux war der Druck greifbar.


Die Propandehydrierungsanlage von Borealis in Antwerpen, gehört zu den umfangreichsten Engineering-Projekten in Europa. Eines der größten Anlagenteile ist der Splitter, eine Destillationskolonne, die Propan von Propylen abspaltet. Dieser ist 109 m lang, 10 Meter breit und die größte Vorrichtung, die jemals per Schiff in einem Stück in den Hafen von Antwerpen geliefert wurde.

Aber selbst ein Anlagenteil mit diesen Ausmaßen hat kleine Bereiche, aus denen thermische Energie entweichen und zu einem Effizienzverlust führen kann. An dieser Stelle kommt KAEFER ins Spiel. Da ein Wartungsvertrag mit Borealis in Europa besteht, wurde KAEFER mit der kryogenen Isolierung des neuen Splitters beauftragt.

Gliederung in Arbeitspakete

KAEFER setzte bei diesem Borealis-Projekt Cryogel ein. Im Vergleich zu anderen Materialien ist es außergewöhnlich dünn und zwei 2,5 cm dicke Schichten erzeugen bereits die volle Effektivität. Herkömmliches Isoliermaterial müsste unter diesen Umständen mindestens 100 mm dick sein. „Es zeichnet sich durch eine wesentlich höhere Effizienz aus“, so Bereichsleiter Jan Buys.

„Dieses Material erreicht auch die kleinsten Ecken und Winkel und passt auch in schwer zugängliche Bereiche. Auf diese Weise wird eine bessere und effizientere Isolierung erreicht.“

Angesichts des schieren Umfangs des Projektes und der ehrgeizigen Zeitplanung gab es nur wenig Raum für Fehler. Hinzu kam, dass alle Augen auf das Team gerichtet waren, das diese Arbeit ausführte. „Es ist ein so großes und hochkarätiges Projekt, dass in der Chemiebranche von Antwerpen lange von nichts anderem gesprochen wurde“, erzählt der Technische Leiter bei KAEFER in Benelux Johan Buys. „Jeder wusste, dass KAEFER dieses riesige Anlagenteil isoliert, und zwar auf ungewöhnliche, innovative Weise. Wenn so großer Druck herrscht, hilft es, das Projekt in überschaubare Teile und Aufgaben zu unterteilen, die besser bewältigt werden können, und jede dieser Aufgaben bestmöglich umzusetzen.“

Unterstützung aus der Ferne

Die gesamte Isolierung des Splitters musste in nur acht Wochen abgeschlossen sein – Planung, Organisation, Gerüstbau und die eigentliche Isolierungsarbeit eingeschlossen.

Bei einem solchen Zeitrahmen braucht man verlässliche Kollegen, auf die man zählen kann. Die Isolierer für dieses komplexe Projekt wurden von KAEFER in Litauen zur Verfügung gestellt. Dies zeigt einmal mehr die Vorteile der engen Zusammenarbeit innerhalb der KAEFER-Gruppe.

Das Borealis-Projekt demonstriert einmal mehr, was KAEFER mit innovativer Technologie, detaillierter Planung und hochqualifizierten Mitarbeitern erreichen kann. Wenn’s drauf ankommt, muss sich jedes Team auf das andere verlassen können, damit der Kunde auf uns zählen kann. Diese Strategie hat sich bewährt – vor allem, wenn so viel auf dem Spiel steht wie bei dem Splitter in Antwerpen.