So realisiert das KAEFER-Schiffsausbauteam Träume

PROJEKTE

KAEFER Schiffsausbau in Deutschland


Der Bau einer Yacht erfordert Können, Hingabe und Leidenschaft. Und eine gesunde Portion glasfaserverstärkten Kunststoffes (GFK).

Die meisten Menschen würden GFK nicht mit exklusiven Yachten in Verbindung bringen. Bei diesen schwimmenden Palästen denkt man eher an edles Holz, luxuriöses Leder und geformtes Metall. Doch die hauseigene Kunststoffwerkstatt von KAEFER Schiffsausbau in Deutschland nutzt Kunststoffe, um den Yachtdesignern die Freiheit zu geben, immer aufwändigere und emotionalere Kreationen zu entwerfen. Darüber hinaus sind die Produkte, die in der Kunststoffwerkstatt für die exklusivsten Schiffe der Welt hergestellt werden, extrem leistungsfähig, technisch ausgereift und so konzipiert, dass sie selbst den härtesten Bedingungen standhalten.

Außenmöbel und -decken auf der Yacht Kismet

Alle Arbeiten unter einem Dach

Im Jahr 2003 erhielt KAEFER seinen ersten Auftrag zum dekorativen Ausbau im Außenbereich einer Yacht. Das Team um Holger Simon (der inzwischen im Ruhestand ist) überlegte, wie man die Außendeckenverkleidung am besten gestalten könnte, und beschloss, alles selbst zu machen, um nicht auf Zulieferer angewiesen zu sein. „Wir haben mit Aluwaben angefangen, die ausgespachtelt und verfüllt wurden", erzählt Holger Simon. „Im Laufe der Jahre entwickelten wir unser heutiges Stecksystem, das patentiert ist und auch als Klicksystem erhältlich ist, was den Designern eine noch größere Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten bietet". Das Team, das inzwischen von Ansgar Lübbers geleitet wird, überlegte, das Portfolio zu erweitern und beschloss, sich im Bereich der Außendecksmöbel zu versuchen.

Alles wird im eigenen Haus hergestellt, von der Konstruktion, Fertigung bis hin zur Lackierung, Finalisierung und Montage. Allein in der Werkstatt arbeiten Tischler, Bootsbauer, Lackierer und Kunststoffmechaniker – allesamt Spezialisten auf ihrem Gebiet, die ein Höchstmaß an Qualität und Know-how einbringen.

So wird beispielsweise für die Konstruktion der Außendecken direkt auf der Werft mit einem elektro-optischen Aufmaß vermessen. Dabei wird ein Laser auf ein Prisma gerichtet, wobei das Prisma entlang der zu messenden Schiffskontur geführt wird. Die Verfolgung des Laserstrahls wird dann in digitale Punkte umgewandelt, anhand derer der Konstrukteur die tatsächliche Kontur des Schiffes aufnimmt.

Elektronisches 3D Aufmaß

Wenn es um Außendecksmöbel geht, müssen diese extremen Umwelteinflüssen wie UV-Strahlung, Salzwasser und Temperaturen von unter Null bis +40 Grad standhalten. Aus diesem Grund werden alle KAEFER-Außendecksmöbel in unserer eigenen Klimakammer getempert, d.h. sie werden langsam auf eine sehr hohe Temperatur erhitzt, auf dieser Temperatur gehalten und langsam wieder abgekühlt, um die maximale Härte des Harzes auszunutzen. So wird z. B. sichergestellt, dass es später nicht zu Reaktionen zwischen Materialien kommt. Das ist auch der große Unterschied zum Innenausbau von Yachten, denn dort herrschen konstante Temperaturen bzw. Luftfeuchtigkeit und die Umwelteinflüsse sind deutlich geringer.


Durch die Eigenfertigung wird das Wissen im Hause KAEFER gesichert und damit auch die wirtschaftliche Leistung innerhalb von KAEFER erzeugt.

Alle Arbeiten werden von leidenschaftlichen Fachleuten ausgeführt, von der Konstruktion über die Fertigung bis hin zur Lackierung und der Montage. „Ich finde es gut und wichtig, dass durch die Eigenfertigung das Wissen im Hause KAEFER gesichert wird und damit auch die wirtschaftliche Leistung innerhalb von KAEFER erzeugt wird“, sagt Jürgen Trost, Geschäftsführer von KAEFER Schiffsausbau. „Es ist schön zu sehen, welche enorme Entwicklung die Werkstatt in den letzten Jahren gemacht hat und wie stolz unsere Mitarbeiter auf die selbst gefertigten Produkte sind.“

Innere und äußere Schönheit

In der Vergangenheit konzentrierten sich Eigner und Auftraggeber eher auf die Innenausstattung, wenn es darum ging, ihre Yachtträume zu verwirklichen. Heutzutage wird verstärkt Wert auf das Äußere gelegt, mit extravaganteren Decks, individuellerem Mobiliar und Ausstattung. Darüber hinaus werden auch die Materialien, die für Außendecksmöbel verwendet werden, immer vielfältiger. Ein Beispiel dafür ist „fake wood“ also künstliches Holz, das dort zum Einsatz kommt, wo die Umsetzung des gewünschten Designs mit echtem Holz nicht erforderlich ist. Es werden künstliche Oberflächen wie Eiche-, Teak- und Mahagoni-Imitat erzeugt, die Künstler von Hand malen.

KAEFERs Kunststoffwerkstatt ist ein Team von Handwerkern, die sich den kleinsten Details widmen, auf die es beim Bau von Luxusyachten ankommt. Natürlich ist man bestrebt, zu wachsen und neue Technologien und Methoden zu entwickeln, um das Angebot für die Kunden ständig zu verbessern, ganz gleich, ob es sich um Designer, Bauherren oder Eigner handelt. Letztendlich ist eine Yacht jedoch Ausdruck der Persönlichkeit eines Menschen und ein sehr emotionaler Kauf. Genau deshalb setzt das Team der Werkstatt alles daran, Träume wahr werden zu lassen. Auch wenn das bedeutet, dass man bei den verwendeten Materialien manchmal nicht mehr erkennen kann, ob es sich um echtes oder künstliches Material handelt.

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