Es geht aufwärts für KAEFER Industrie

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KAEFER Industrie in Deutschland


Es gibt Kollegen, zu denen wir alle aufschauen. In diesem Fall sind die deutschen Spezialisten für Seilzugangstechnik im wahrsten Sinne des Wortes ganz oben mit dabei. Erfahren Sie, wie KAEFER Industrie eine der flexibelsten Formen der Zugangstechnik nutzt.

Manchmal ist die einfachste Technologie die effektivste. Es ist oft viel weniger zeit- und ressourcenintensiv, ein Team hochqualifizierter Isolierer am Seil ein Bauwerk hochzuschicken, um Wartungsarbeiten oder zerstörungsfreie Prüfungen (NDT) durchzuführen, als z. B. ein Gerüst aufzustellen. Aus diesem Grund ist das Industrieklettern in mehreren KAEFER-Märkten wie Großbritannien und Irland, Norwegen, Spanien und Brasilien gut etabliert. In Deutschland ist es noch weniger verbreitet, doch das wird sich künftig zunehmend ändern.

Die Teile erreichen, an die andere nicht herankommen

In Deutschland gibt es viele ältere Industriekomplexe, die gewartet werden müssen. Hier kann der seilunterstützte Zugang eine wichtige Rolle spielen, da er eine flexiblere und effizientere Möglichkeit bietet, schwer zugängliche Anlagenteile zu erreichen. So dauert eine zerstörungsfreie Prüfung normalerweise nur ein bis zwei Stunden, während der Auf- und Abbau von Gerüsten drei bis fünf Tage in Anspruch nehmen kann. Industriekletterer können sich schnell Zugang zu hoch- oder tiefgelegenen Teilen einer Anlage verschaffen, eine Bewertung vornehmen und dann entscheiden, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen, oder sogar selbst kleinere Wartungsarbeiten durchführen. Da die Wartung ein Kerngeschäft der KAEFER Industrie ist, bietet der seilunterstützte Zugang eine ideale Ergänzung dieser Dienstleistungen.

Aufstieg ins Rampenlicht

Mitte 2021 wurde KAEFER Industrie in Deutschland vom Betreiber einer großen Erdgasaufbereitungsanlage angesprochen und gefragt, ob sie Seilkletterer hätten. Da die Kollegen bereits aktiv daran arbeiteten, ihre Kompetenzen in diesem Bereich zu erweitern, war dies eine ideale Gelegenheit, um zu zeigen, was die Spezialisten leisten können. Zu den ersten Aufgaben gehörte die Demontage und Montage von Blechmänteln und Dämmung sowie die Ultraschallprüfung der darunter liegenden Rohrleitungen. Es war geplant, mit erfahrenen Kollegen aus Großbritannien zusammenzuarbeiten, aber als der Auftrag beginnen sollte, wütete die Delta-Variante von COVID-19 im ganzen Land, was lange Quarantänezeiten für das nach Deutschland kommende Team bedeutet hätte. In Krisenzeiten sind Flexibilität und Agilität in der Organisation ebenso wichtig wie bei der Ausführung vor Ort. So sprang ein KAEFER Team aus Norwegen schnell als Ersatz ein und gemeinsam erledigten die Kollegen den Auftrag zur vollsten Zufriedenheit des Kunden.

Bastian Hagemann und Kollegen im Seil

Zentimeter für Zentimeter

Ermutigt durch den Erfolg dieses ersten Auftrages fördert KAEFER Industrie die Ausbildung eigener Isolierer in der seilunterstützten Zugangstechnik. Die Idee, Industrieklettern anzubieten, stammt von Bastian Hagemann, Konstruktionsingenieur bei KAEFER Industrie. Er hat sich zu einem begeisterten Verfechter dieser Disziplin entwickelt und wird von der Geschäftsleitung voll unterstützt, die großen Wert auf Entwicklung, Wachstum und Motivation ihrer Mitarbeiter legt.


Die Idee ist, qualifizierte Isolierer an die Seile zu bekommen und so die gleiche Qualität bei der Isolierung anzubieten, die auch auf Gerüsten ausgeführt wird.

Dies ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal und würde das organische Wachstum sowie die Flexibilität mit einem sich ständig ändernden Leistungsportfolio weiter fördern. Es geht auch darum zu zeigen, dass Industrieklettern eine sichere und effektive Möglichkeit ist, industrielle Wartungsarbeiten durchzuführen, und dass KAEFER Industrie die Kompetenz und Motivation hat, diese Arbeiten durchzuführen. Der Ausbildungs- und Qualifizierungsprozess umfasst das Durchlaufen verschiedener Stufen von Level eins bis Level drei sowie das Absolvieren einer bestimmten Anzahl von Stunden „am Seil". Es ist immer ein Experte der Stufe drei mit mehrjähriger Erfahrung anwesend, um die neuen Mitarbeiter zu beaufsichtigen und zu unterstützen. Dies ist ein weiterer Beitrag zur Arbeitssicherheit und zu bewährten Verfahren.

Zwei Isolierer und ein Projektleiter haben derzeit die Stufe eins erreicht und können es kaum erwarten, sich höher zu qualifizieren – im wahrsten Sinne des Wortes.

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