Das Digitale visualisieren – und umgekehrt

PROJEKTE

KAEFER Construction in Deutschland


In den Geowissenschaften geht es um Maßstäbe. Das gilt auch bei der KAEFER Construction. Das Sanierungsprojekt am Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist ein Großprojekt, das die Fähigkeit des Unternehmens zu cleveren digitalen Lösungen auf die Probe stellt.

Bei großen Bauprojekten ist es wichtig, das große Ganze ebenso zu sehen wie die kleinen Details, aus denen es sich zusammensetzt. Hier spielt die digitale Visualisierung eine Schlüsselrolle, denn sie bietet Projektleitern und Baumitarbeitern gleichermaßen die Möglichkeit, die Funktionsweise eines Projekts zu optimieren. Die Sanierung des Instituts für Geowissenschaften (IfG) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist ein komplexes und facettenreiches Bauvorhaben. Das macht es zur perfekten Gelegenheit, neue digitale Lösungen in die Praxis umzusetzen.

Komplexität in Umfang und Anspruch

Das Projekt der Christian-Albrechts-Universität umfasst den Bau von Ersatzflächen für große Teile des IfG, einschließlich der Errichtung eines modernen Gebäudes für Arbeitsgruppen sowie einer umfangreichen und breiten, zweigeschossigen geotechnischen Halle für geowissenschaftliche Großexperimente. Für den IfG-Neubau soll ein Silber-Rating nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Laborgebäude des Bundesbauministeriums erreicht werden.

Alle Ebenen der Geotechnikhalle sind mit dem benachbarten IfG-Gebäude verbunden. Der dreigeschossige Bau (einschließlich des Untergeschosses) ist eine Stahlbetonkonstruktion mit vorgefertigten Stahlbetonbindern. Die Außenwände und Wandteile sowie die Bodenplatten sollen aus Ortbeton bestehen. Bei der Fassadengestaltung der geotechnischen Halle werden großformatige, oberflächenbehandelte Stahlbetonelemente verwendet.

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Vereinfachte Lösungen für kontinuierliche Verbesserung

Aufgrund der beengten Baustelle und Lage gibt es strenge Richtlinien in Bezug auf den Zugang zur Baustelle, der Logistik, des Flächenmanagement und der Abfallentsorgung. Genau hier ist eine digitale Lösung sehr praktisch, um nicht nur die Komplexität der Struktur zu visualisieren, sondern auch das Projekt zu verwalten. Aus diesem Grund wurde eine visualisierte Darstellung erstellt.

Diese erfolgt durch eine Applikation, die sowohl auf mobilen Endgeräten als auch an großen Bildschirmen mit Computerzugang genutzt werden kann. Den Ursprung findet die Applikation bei Callum Peter Berlin, Masterand der KAEFER Construction. Die App kann auf der Baustelle genutzt werden, um jeden Fortschritt genaustens zu dokumentieren. Die Steuerung und der Aufbau wird durch den reellen Bauplan des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein AöR (GMSH) sichergestellt, welche für die Umsetzung der Baumaßnahme zuständig ist. Die Funktionsweise der App gewährleistet die Dokumentation und Beobachtung unterschiedlicher Ebenen und Räume durch das Anklicken der einzelnen Positionen. In einem Dashboard, welches auf einem großen Bildschirm auf der Baustelle selbst angezeigt wird, wird der gesamte Überblick über die Baustelle und deren Räume illustriert. Somit kann man täglich den aktuellen Stand des Fortschritts mit Hilfe eines farbigen Ampel-Systems intuitiv beobachten.


Ein solches Vorgehen ist ein Paradebeispiel für LEAN bei der Arbeit.

„Dieses Projekt ist ideal, um den Fortschritt zu digitalisieren“, kommentiert Torsten Zschischang, Projektleiter Innenausbau bei der KAEFER Construction. „Unsere Lösung zeigt den Status von Arbeit, Maschinen, Materialien, Ausführungsfortschritt und vielem mehr. Diese visualisierte Darstellung ist sehr wichtig, da unterschiedliche Aufgaben von verschiedenen Gewerken ausgeführt werden. Es gibt uns einen schnellen Überblick darüber, wo, was und wie die Dinge für unsere Kunden und Subunternehmer laufen oder nicht.“ Darüber hinaus lassen sich die vielen verschiedenen Bereiche des Gebäudes in Unterkategorien wie Ebenen, Räume und sogar einzelne Komponenten unterteilen. Dies bedeutet, dass jeder Aspekt überprüft werden kann, um sicherzustellen, dass Arbeitskräfte und Materialien effizient eingesetzt werden.

Thomas Schneeloch, LEAN Manager bei der KAEFER Construction ergänzt: „Ein solches Vorgehen ist ein Paradebeispiel für LEAN bei der Arbeit. Diese Vorgehensweise hilft unseren Mitarbeitern, einen schnellen Überblick darüber zu erhalten, was passiert, welche Aufgaben erledigt werden müssen und, was vielleicht am wichtigsten ist, wie die Dinge besser gemacht werden können. LEAN ist ein Prozess der kontinuierlichen Verbesserung – Digitalisierung und die Visualisierung von Prozessen spielen dabei eine große Rolle.“

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