KAEFER Construction - Projektbericht

Über den Dächern von Bonn


Hohe Ambitionen beginnen manchmal ganz unten. Bei einem der neuen Hochhäuser in Bonn hat sich die KAEFER Construction von der Isolierung des Parkhauses aus nach oben vorgearbeitet und setzt nun ein bahnbrechendes Konzept für die darüberliegenden Stockwerke um.


Bonn ist nicht unbedingt für seine Skyline bekannt. Lediglich entlang des Rheinufers sind einige höhere Gebäude angesiedelt – dazu gehören die Post und das UN-Gebäude. Mit seinen 28 Stockwerken und über 100 Metern hat das Quartier ‚Neuer Kanzlerplatz‘ das Zeug, Bonns neues Wahrzeichen zu werden.

Das neue Hochhaus wird auf dem Gelände des ehemaligen Bonn-Centers errichtet, auf dem früher ein riesiges Mercedes-Benz-Symbol thronte, und befindet sich somit in bester Lage mitten im geografischen Herzen von Bonn.

Die Rolle, die KAEFER Construction bei diesem Projekt spielen sollte, nahm allerdings am Fuß des Gebäudes ihren Anfang: mit der Isolierung der Parkgarage. Nachdem das Unternehmen hier seine Expertise unter Beweis gestellt hatte, wurde KAEFER Construction der komplette Innenausbau der oberirdischen Stockwerke, einschließlich Wänden, Decken und Fußböden übertragen – bis hinauf in den 28. Stock. „Hochhäuser sind eine besondere Herausforderung, vor allem, wenn man Estrich 100 m in die Höhe pumpt!“, erzählt Abteilungsleiter Innenausbau Marc Ulke. „Hinzu kam die ehrgeizige Zeitplanung zusammen mit weiteren Herausforderungen im Rahmen der COVD-19-Pandemie.“

“Hochhäuser sind eine Herausforderung, vor allem, wenn man Estrich 100 m in die Höhe pumpt!”

Marc Ulke, Abteilungsleiter Innenausbau

Man wächst mit seinen Aufgaben

An dieser Stelle wird sich manch einer fragen, ob das Konzept eines Bürohochhauses in Zeiten von zunehmendem Home-Office und erzwungener sozialer Distanzierung überhaupt noch zeitgemäß ist. Die Antwort auf diese Frage liegt im Hohlraumboden. Heizung, Belüftung, elektrische Kabel, Anschlussmöglichkeiten und unterstützende Technologien sind in diesem Fall allesamt in den Fußboden integriert, anstatt in Wänden und Decken. Das eröffnet zahllose Gestaltungsmöglichkeiten im Gebäudeinneren, da die Wände beliebig versetzt werden können und der Innenraumgestaltung so keine Grenzen gesetzt sind. Das Gebäude kann perfekt an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden, seien es Großraumbüros oder kleinere Arbeitsplätze, bis hin zu individuell dimensionierten Räumen.

„Das kann man sich wie eine Technologie-Autobahn in Miniatur vorstellen, die durch die Fußböden des Gebäudes verläuft. Es gibt verschiedene Routen, die eingehalten werden müssen, sodass alles exakt an der richtigen Stelle platziert ist“, so Ulke weiter. Das stellte sowohl den Kunden in puncto Planung als auch die Lieferanten vor Herausforderungen, denn bei einem so durchgetakteten Projekt gab es keinen Raum für Fehler und wenig Flexibilität. Glücklicherweise hatten Ulke und das Team der KAEFER Construction auch hierfür eine Lösung parat: „Wir haben selbst ein Fußbodenmodell erstellt, damit alle Beteiligten sehen konnten, wo genau sich die Anschlüsse befinden oder wie beispielsweise die Kommunikationskabel verlaufen“, erzählt Ulke.

Dieses Modell hat uns nicht nur während der Ausschreibungs- und Planungsphase unterstützt, sondern hat auch Lieferanten, Auftragnehmern und dem Rest des Teams die Einhaltung des Projektplans leichter gemacht. Zu Spitzenzeiten waren nämlich 100 bis 150 Monteure auf der Baustelle beschäftigt.

Neues Leben im Herzen der Stadt

Die Fertigstellung des Gebäudes – ein willkommener Beitrag zur neuen Skyline von Bonn – ist für Ende 2021 geplant. Marc Ulke liegt dieses Projekt besondere am Herzen, denn sein Vater war einer der Architekten, die am Bau des alten Bonn-Center beteiligt waren. Das damalige Gebäude gehörte der Bremer Landesbank, die oft mit KAEFER zusammengearbeitet hat. Ulke wurde dort sogar ein Job angeboten, während er noch bei einem Architekturbüro beschäftigt war. Mit dem Bau des neuen Gebäudes blickt Ulke mit Stolz auf seinen Beitrag zur neuen Gestaltung des Herzens von Bonn.