Corporate Innovation & Technical Excellence

Überlassen Sie es den Experten


Techniker mögen ähnlich denken. Aber was passiert, wenn man eine Vielfalt von Erfahrungen und Intellekt zusammenbringt, um aufregende neue Ideen zu entwickeln?


Es gibt Theorie und es gibt Praxis. Beide sind gleichermaßen wichtig, wenn es darum geht, neue und innovative Lösungen für technische Herausforderungen zu entwickeln. Das ist das Besondere an den Expertengruppen von KAEFER – deren Teilnehmer glänzen in Theorie und Praxis – und es gibt, einzigartig in der Industrie, auch die Möglichkeit, praktische Tests in eigenen Laboren durchzuführen.

Die Abteilung ‚Corporate Innovation and Technical Excellence‘ (CIE) ist verantwortlich für die Organisation und Leitung der Expertentreffen im gesamten Unternehmen. Ziel ist es, so genannte ‚Best Applicable Technology‘ (Beste anwendbare Technologie) zu entwickeln, zu bewerten und zu fördern. Dies hilft KAEFER, die Technologieführerschaft zu erreichen und den Kunden innovative Lösungen anzubieten. Das funktioniert nicht, indem man von allen zu jeder Zeit Innovation verlangt, sondern indem man eine Kultur schafft, in der Ideen gepflegt und Kreativität gefördert werden. Die Experten werden ermutigt, Wissen zu teilen, nach neuen Technologien und Trends Ausschau zu halten und sich mit ihren Kollegen auszutauschen.

Ideen muss man haben

Das ist die Theorie, aber was bedeutet das in der Praxis? Manchmal haben die einfachsten Ideen die größte Wirkung. Bei dem Projekt zur Sanierung der Mission-River-Brücke in Australien führte ein cleveres Stück Technik, das vom Expertennetzwerk entwickelt wurde, zu erheblichen Materialeinsparungen. Durch die Aufrüstung vorhandener Sandstrahlmaschinen konnte der Materialverlust und somit Zehntausende Euro an Kosten eingespart werden. Dies war nur durch die Beteiligung der australischen Teammitglieder an den Expertentreffen und einem Lösungsansatz dank vieler verschiedener Blickwinkel möglich.

Ein weiteres Beispiel ist verflüssigte Erdgas (LNG). Die Rohre, die LNG als Treibstoff zu den Motoren oder zur Weiterverarbeitung transportieren, sind extrem kalt. Minus 163°C, um genau zu sein. Das bedeutet, dass sich an kritischen Stellen, an denen sich bewegliche Teile, wie zum Beispiel Ventile, befinden, Eis bilden kann. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte das Expertenteam eine ebenso einfache wie geniale Lösung: Da sich die Rohre an Orten mit normalen Umgebungstemperaturen befinden, wurde mit einem Trick diese Tatsache genutzt, um das Einfrieren in den wichtigen Bereichen zu verhindern. Dies ist eine Lösung, die auf einem Kreuzfahrtschiff ebenso gut funktioniert wie in einer Verarbeitungsanlage und den Kunden einen großen Nutzen bringt.

Über die Technologie hinaus kann auch die Produktivität durch die Nutzung des Expertennetzwerks gesteigert werden. Beim Al-Ghanim-Projekt in Kuwait zahlte sich das perfekte Zusammenspiel von LEAN und CIE aus. Der kombinierte Ansatz schaffte es, die Zahl der Arbeitsstunden pro Quadratmeter eingebauter Isolierung innerhalb von drei Monaten von 4,9 auf 2,1 zu reduzieren. Erreicht wurde dies durch die gemeinsame Erarbeitung und Umsetzung eines Aktionsplans, der neben den technischen Spezifikationen auch die Arbeitsprozesse vor Ort optimierte und so effizienter gestaltete.

Ist es nicht toll, wenn die Dinge einfach funktionieren?

"Jetzt, wo die Expertengruppe tatsächlich eine Gruppe geworden ist, ist es einfacher, einen Kollegen anzurufen oder eine E-Mail zu schreiben, um Hilfe oder Rat zu erbitten. Das hätte ich früher nicht getan", sagte ein Isolierexperte. Ein Brandschutzexperte stellte fest, dass das Netzwerk "dazu beiträgt, Grenzen zu überwinden und als Einheit zu funktionieren". Ein Oberflächenschutzexperte sagte, dass die Treffen "meine Fähigkeit erhöhen, Erfahrungen und Kenntnisse in Bereichen zu sammeln, in denen mein Land "Schwächen" hat, und die Effizienz zu steigern". Dieses anonyme Feedback wurde aus der gesamten Organisation gesammelt und zeigt, dass das Konzept funktioniert und den gewünschten Nutzen bringt.

Thomas-Peter Wilk, Leiter von ‚Corporate Innovation & Technical Excellence‘, ist mit den Fortschritten der Expertengruppen zufrieden: "Wir versuchen, die Dinge mit Einfallsreichtum und Intelligenz zu lösen, anstatt einfach ‚nur‘ Geld in die Hand zu nehmen", sagt er. "Es geht einerseits darum, anzuerkennen, was nicht so gut funktioniert und andererseits, die Projekte zu loben, die funktioniert haben. Es kann viel Mut erfordern, über Dinge zu berichten, die nicht besonders gut gelaufen sind, aber ich glaube, wir haben jetzt eine Kultur geschaffen, in der wir aus unseren Fehlern lernen und die Erkenntnisse nutzen können, um es besser zu machen.

Yes, we can

Gegenwärtig gibt es 83 Experten, die von ihren jeweiligen Geschäftsführern für die Bereiche Isolierung, Oberflächenschutz, passiver Brandschutz, Zugangstechnik und zerstörungsfreie Prüfung ernannt werden. Sie sind eng zusammengewachsen und tauschen sich rege aus. Sie können sich derzeit vielleicht nicht persönlich treffen, aber das hindert sie nicht daran, zusammenzuarbeiten, um bahnbrechende Technologien und neue Ideen zu finden. Es hat etwas Positives, herauszufinden, was für die Zukunft möglich und nützlich ist. Die KAEFER-Expertengruppen von KAEFER nehmen sich diese Einstellung zu Herzen.


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